Thymustherapie – Anstoß des Immunsystems
Der gesunde Mensch verfügt über ein kompliziertes Immun- und Abwehrsystem, das den Körper vor eindringenden Pilzen, Bakterien und Viren schützt, Schadstoffe beseitigt, Allergie produzierende Stoffe neutralisiert und entstehende Krebszellen vernichten kann.

Weiße Blutkörperchen (Lymphozyten) spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie werden gebildet im Knochenmark und anschließend geschult in der Thymusdrüse, die somit eine wichtige Aufgabe beim Aufbau eines intakten Immunsystems hat. Diese Drüse sitzt hinter dem Brustbein und produziert im frühen Kindesalter spezielle Hormone und Wirkstoffe, die unentbehrlich für die körpereigene Abwehr sind.

Mit zunehmendem Alter (ab der Pubertät) wird sie abgebaut und durch Bindegewebe und Fett ersetzt. Infolge der nachlassenden Funktion lässt auch die Leistungsfähigkeit des Immunsystems nach - mit der Folge gehäufter Infekte, Allergien, Stoffwechselstörungen, Auto-Immunerkrankungen wie Rheuma, M. Bechterew, Multiple Sklerose und ggf. auch Krebs.

Eine Stärkung des Abwehrsystems wird erreicht durch die intramuskuläre Injektion von Thymus-Präparaten in Form hoch gereinigter, niedermolekularer Peptide, die in aller Regel zur zusätzlichen Immunmodulation mit einer Eigenblut-Therapie kombiniert wird. Dazu werden 0,5 – 1,0 ml Blut aus einer Vene entnommen, um anschließend gemeinsam mit dem Thymuspräparat unmittelbar in einen Muskel zurückgespritzt zu werden. Die Wirkung beruht darauf, dass das Blut außerhalb der Gefäße verändert wird und dann im Gewebe als Fremdkörperreiz wirkt, der die an der Immunabwehr beteiligten Zellen aktiviert.
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Samstag 04.09.2010
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Indikationen für eine Thymustherapie
Von einer Thymustherapie profitieren können vor allem Patienten mit geschwächter bzw. gestörter Immunabwehr, chronischen Infekten, Allergien, Hautkrankheiten und rheumatischen Erkrankungen.